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Gelenkerkrankung beim Hund

Sieben fette Jahre ging alles gut mit Hasso und seinem Herrchen, die langen Spaziergänge, das gute Futter, die Freude am bewegten Hundeleben, aber dann lief es nicht mehr so rund. Immer öfter fiel seinem Herrchen auf, dass Hasso nicht mehr so gerne Gassi gehen mochte, beim Spazierengehen blieb er zurück, das Treppensteigen dauerte länger als sonst, seine Schritte wurden kürzer, trippelnd und staksig sein Gang - und war da nicht hin und wieder ein leichtes Stöhnen, ein Schmerzenslaut zu vernehmen?

Hassos Herrchen begann sich Sorgen zu machen und als der Hund eines kühlen und regnerischen Morgens gar nicht mehr vor die Tür wollte, war der Gang zum Tierarzt beschlossene Sache.

Die Diagnose war zügig gestellt: Arthrose! Eine Erkrankung der Gelenke, die zur fortschreitenden Schädigung bis zur vollständigen Zerstörung führen kann. Die Arthrose kann verschiedene Ursachen haben. Häufig spielt die Größe des Hundes, sein Gewicht und die Rasse eine besondere Rolle. Auch äußere Verletzungen der Gelenke oder Wachstumsstörungen im Welpenalter können ebenfalls Auslöser dieser Erkrankung sein. Die meisten Tiere ertragen die Schmerzen ohne zu jaulen oder ständig zu lahmen. Manchmal wechselt die Lahmheit von einem Gelenk zum anderen. Hin und wieder gibt es auch Phasen ohne Schmerzen.

Wenn die Schmerzanzeichen jedoch dauerhaft zu beobachten sind, sollte spätestens dann eine Therapie durchgeführt werden. In milderen Fällen können bereits einfache Maßnahmen wie weiche Unterlagen, häufige und wenig anstrengende Bewegung sowie Gewichts- reduzierung helfen, den Schmerz zu lindern und das Wohlbefinden des Hundes zu steigern.

Wenn die Krankheitsanzeichen allerdings immer offensichtlicher werden, wird Ihr Tierarzt bzw. Ihre Tierärztin handeln müssen. Heute gibt es eine neue Medikamentengeneration, die nichtsteroidalen Anti- phlogistika, welche einerseits die Schmerzen lindern und andererseits die Entzündung zum Stoppen bringen. Diese Medikamente können auch über längere Zeiträume ohne gravierende Nebenwirkungen gegeben werden.

Zusätzlich zur Schmerztherapie werden seit neuerer Zeit bestimmte Muschelextrakte mit Glykosaminoglykanen, wie z.B. Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat in Form einer 'Kur' verabreicht. Diese Bausteine sind in der Lage das elastische Bindegewebe und den Gelenkknorpel zu reparieren.

Bei einer erheblichen Zerstörung von Gelenken können chirurgische Korrekturen notwendig werden. Oberstes Ziel sollte es sein, Hasso und seinen Leidensgenossen die alte Lebensfreude wiederzugeben.

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