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Ursachen für Juckreiz bei Hund und Katze

Wenn sich die vierbeinigen Hausgenossen zunehmend kratzen und schütteln, macht dies nicht nur die Tiere nervös, sondern auch deren Besitzer. Bevor größere Schäden an Haut und Haaren entstehen, sollte der Tierarzt bzw. die Tierärztin aufgesucht werden. Vorher sollte man sich schon überlegen, wie lange und bei welchen Gelegenheiten sich der Hund oder die Katze jucken und welche Körperstellen besonders betroffen sind.

Der Tierarzt bzw. die Tierärztin untersucht dann das Tier von Kopf bis Fuß. Zunächst wird auf das Vorhandensein von möglichen Parasiten (z.B. Flöhe oder Milben) geachtet, aber auch ein Befall der Haut mit verschiedenen Bakterien oder Pilzen ist möglich. Dementsprechend wird das Tier mit Medikamenten behandelt. Wenn eine Stoffwechselstörung der Haut vorliegt, kommen spezielle Pflegeprodukte bzw. Zusatzfuttermittel zur Anwendung.

Der Zustand von Haut und Haar kann auch durch innere Erkrankungen und hormonelle Störungen beeinflusst werden. Diese lassen sich mittels geeigneter Blutuntersuchungen nachweisen und anschließend gezielt behandeln.

Treffen die bisher genannten Aspekte nicht zu, ist an eine Allergie als Auslöser des Juckreizes zu denken. Allergien treten auf, wenn das Immunsystem des Tieres auf einen an sich harmlosen, aus der Umwelt kommenden Stoff reagiert. Bei dem Verdacht auf eine Allergie können spezielle Blutuntersuchungen in einem Labor durchgeführt werden. Dabei lassen sich Allergien auf Hausstaub/ Hausstaubmilben, Blütenpollen/Gräser, Flöhe, Vorratsmilben und Schimmelpilze nachweisen. Allerdings sind Allergien auf bestimmte Futtermittel sehr schwer über Labormethoden zu ermitteln.

Beim Verdacht auf eine Futtermittelallergie ist die Fütterung einer sogenannten Ausschlussdiät über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen notwendig. Hierbei enthält das Futter eine genau festgelegte Kohlenhydratquelle (z.B. Reis) sowie eine genau festgelegte Eiweißquelle (z.B. Hühnerfleisch). Neue Behandlungsansätze bieten hypoallerge Diäten, welche hydrolytisch zerkleinerte Proteine enthalten. Hierbei soll das Immunsystem auf die Kleinstteilchen nicht mehr reagieren, so dass die Allergie ausbleibt.

Die genannten Diäten können als Fertigfuttermittel in der Tierarztpraxis bezogen werden. Auf die Gabe von Leckerlis und sonstige Zusatzfuttermittel wird während der Diäten vollständig verzichtet. Diese Form der Allergiediagnose und -behandlung erfordert vom Besitzer ein hohes Maß an Konsequenz und Durchhaltevermögen. Oftmals ist diese Vorgehensweise jedoch der einzige Weg eine Futtermittelallergie aufzudecken und damit den Juckreiz des Tieres erfolgreich zu behandeln.

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