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Die Haltung von Meerschweinchen

Unser Hausmeerschweinchen stammt von dem in Höhenlagen Perus und Chiles lebenden „Tschudi-Meerschweinchen“ ab. Die wilden Vertreter sind dämmerungsaktiv und leben in Gruppen von einem geschlechts- reifen Männchen mit mehreren Weibchen und Jungtieren in festen Revieren zusammen.

Weibliche Meerschweinchen erreichen ihre Geschlechtsreife mit 30-35 Tagen, männliche mit ca. 60 Tagen. Ein weibliches Meerschweinchen trägt im Durchschnitt 65 Tage. Die Jungen werden vollständig behaart und mit offenen Augen geboren. Als „Nestflüchter“ können sie vom ersten Tag an feste Nahrung zu sich nehmen. In der Regel werden sie zusätzlich ca. 3 Wochen lang von ihrer Mutter gesäugt.

Weil Meerschweinchen sehr gesellige Tiere sind, sollten sie niemals alleine, sondern zumindest paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten werden. Auch ein Kaninchen kann den „Meerschweinchen-Partner“ nicht ersetzen.

Unsere Hausmeerschweinchen sind in der Regel tagangepasst. Die Käfiggröße für ein Paar sollte mindestens 120 x 60 x 50 cm betragen. Als Einstreu erfüllen im Handel erhältliche Kleintierspäne, Presspellets, Stroh oder Heu ihren Zweck. Als Inventar des Käfigs sollten standfeste Futternäpfe, eine Trinkflasche sowie Heuraufe und Versteckmöglich- keiten in Form von Häuschen oder Tonröhren nie fehlen. Bieten Sie Ihrem Meerschweinchen immer die Möglichkeit eines beaufsichtigten Freilaufs.

Grundvoraussetzung für das Wohlbefinden ist eine abwechslungsreiche und vitaminhaltige Fütterung. Die Vitaminversorgung eines Meer- schweinchens kann über hohe Frischfutteranteile in Form von Obst, Gemüse, Salat, Kräutern oder Wiesenfutter gedeckt werden.

Meerschweinchen sind nicht in der Lage, Vitamin C selbständig zu produzieren. Sie sind daher auf Fremdzufuhr angewiesen. Reich an Vitamin C sind beispielsweise Petersilie und rote Paprika. Frisches Heu sollte immer frei zur Verfügung stehen. Dies sorgt für eine stabile Magen-Darm-Flora und einen ausreichenden Zahnabrieb sowie eine vermehrte Beschäftigung ihres Meerschweinchens durch die verlängerte Futteraufnahme.

Viele im Handel erhältliche Heuabpackungen enthalten leider häufig Konservierungsmittel und Duftstoffe, die zu Unverträglichkeiten führen können. Direkt beim Bauern bezogenes Heu ist oftmals billiger und verträglicher. Kraftfutter in Form eines pelletierten Alleinfuttermittels kann in einer Menge von 1-2 Esslöffeln pro Tier und Tag zusätzlich angeboten werden.

Auf die Fütterung von Backwaren in jeglicher Form sollte verzichtet werden. Nagematerial wie z.B. Äste von ungespritzten Obstbäumen, Ahorn, Haselnuss oder Weide sind eine willkommene Abwechslung für Ihren Nager.

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