Patienteninfos

Katzenkastration - was Sie schon immer darüber wissen w(s)ollten

Kastration oder Sterilisation, das ist hier die Frage. Die beiden Begriffe haben nichts mit dem Geschlecht des Tieres zu tun, sondern mit der Art des Eingriffs. Bei der Sterilisation werden lediglich Eileiter bzw. Samenstrang unterbunden, so dass alle geschlechtshormonabhängigen Funktionen erhalten bleiben und nur der Nachwuchs ausbleibt. Bei der Kastration werden die Gonaden (Eierstöcke bzw. Hoden) entfernt, womit die Sexualfunktionen erlöschen.

Bei den meisten Tierarten wird normalerweise eine Kastration durchgeführt, weil im Zusammenhang mit dem Geschlechtsleben der Haustiere für den Menschen unangenehme Begleiterscheinungen verbunden sind. Dies sind beim Kater zum Beispiel der strenge Körper- und Harngeruch, ein erhöhtes Aggressionsverhalten gegenüber anderen Katern und die Tendenz, sich kilometerweit vom Zuhause zu entfernen.

Die Rolligkeit einer Katze zu ertragen, ist auf Dauer nur etwas für Hartgesottene. Die freilaufende Kätzin überrascht häufig ihren Besitzer direkt mit den Folgen ihres Liebesabenteuers in Form eines vorzeitigen Katzenwurfes, üblicherweise hat sie selbst noch nicht ihren ersten eigenen Geburtstag gefeiert. Die Rolligkeitszyklen sind lichtabhängig, beginnend im Januar und Februar und setzen sich bis zum Spätsommer fort, während im Winter eine kurze Pause eingelegt wird. Zwei bis drei Würfe pro Katze und Jahr sind somit möglich. Bei den Jungkatzen und -katern tritt die Geschlechtsreife im Alter von 6 bis 9 Monaten ein, gelegentlich auch früher. Bei einem Körpergewicht ab ca. 2 kg ist auf jeden Fall damit zu rechnen.

Auch und gerade weibliche Wohnungskatzen sollten kastriert werden, da sie durch eine Besonderheit ihres Zyklusgeschehens ein hohes Risiko für Dauerrolligkeit und lebensgefährlicher Gebärmuttervereiterung haben. So spannend die Aufzucht eines Katzenwurfes sein kann, nicht jede Trächtigkeit und Geburt verläuft problemlos. Ein Blick auf die Internetseiten der Tierheime reicht, um festzustellen, dass es zu viele unerwünschte Katzen gibt.

Daher bitten wir Sie, Ihre Katze und Ihren Kater rechtzeitig kastrieren zu lassen! Sie betreiben dadurch aktiven Tierschutz und haben mehr Freude an Ihrem Tier. Sprechen Sie Ihre Tierärztin bzw. Ihren Tierarzt bei der Gelegenheit auch auf die dauerhafte Kennzeichnung Ihrer Katze bzw. Ihres Katers an.

Zurück

 

 

 

Bild der Minute:

Weitere Bilder finden Sie in unserer Fotogalerie

 

© 2003-2018 Tierärzte Oberberg | Home | Aktuelles | Adressen | Notdienst | Patienteninfo
Fotogalerie | Links | Login | Intern | Kontakt | Impressum | Datenschutz