Patienteninfos

Ein Kind kommt ins Haus

Nach dem ersten Besuch beim Frauenarzt sind die werdenden Eltern beunruhigt.

Der Rat des Arztes war nämlich, die Katze abzuschaffen, da sie sonst das Leben des ungeborenen Kindes gefährden könnte.

Toxoplasmose ist eine Erkrankung, die beim Erwachsenen nur leichte Erkältungssymptome hervorruft. Für ein ungeborenes Kind in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft kann eine Infektion aber schwerste Behinderungen bedeuten.

Tatsächlich sind Katzen häufig Träger dieses Erregers. Eine Ansteckung erfolgt über den Katzenkot.

Weitaus wahrscheinlicher aber ist eine Infektion mit rohem Hack oder Rohmilch.

Wenn sich die Schwangere an die Grundregeln der Hygiene hält und die Säuberung des Katzenklos ihrem Mann überlässt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung so gut wie ausgeschlossen.

Auch eine Infektion mit Wurmeiern unsere Haustiere ist möglich.

Deshalb empfiehlt es sich, das Tier zu entwurmen. Die Frequenz der Entwurmung sollte, wenn das Kind das Krabbelalter erreicht, erhöht werden (ca. alle 10-12 Wochen).

Die Schwangerschaft ist die Gelegenheit über unsere derzeitige 'Rudelstruktur' nachzudenken und zu überlegen, was beibehalten und was dringend geändert werden muß.

Ein wichtiger Punkt: schläft die Katze (der Hund) im Bett?

Dies sollte sicher 'mit Baby' geändert werden. Um keine Stresssituation für die Beteiligten zu schaffen, ist es ratsam, die Tiere sofort auszuquartieren, keinesfalls wenn das Baby da ist, denn sonst ist das Kind 'schuld' und Eifersucht samt ggf. gefährlichen Situationen vorprogrammiert.

Auf diese Art sollte man also seine Situation prüfen und ggf. abändern, damit bis zur Geburt eine 'Normalität' entstanden ist, die den Stress des Neuen minimiert.

Wichtig ist auch, dem Hund das neue Rudelmitglied quasi 'vorzustellen'.

Papa kann eine volle Windel des Babys zum ersten Beschnuppern mit nachhause bringen.

Wenn das neue Familienmitglied dann da ist, sollte man es einfach zu dem Hund auf den Boden legen (natürlich mit Mutter oder Vater!), um ihm Gelegenheit zu geben, das neue Familienmitglied ausgiebig kennenzulernen. Meist ist damit eine eventuelle Eifersucht schon im Keim erstickt.

Vergleichbares gilt für die Katze, diese wird jedoch selbst entscheiden, wann und wieviel Kontakt sie zu dem neuen Familienmitglied aufnehmen will.

Für beide Tierarten gilt: besondere Zeit für sie nehmen und zwar auch mal bewußt ohne Kind (übrigens eine gute Übung für spätere Geschwisterkinder!)

Bei Anregungen oder Fragen wenden Sie sich bitte an die Tierärztin Beate Thiele-Ziegenhain aus Radevormwald.

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