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Diagnose und Therapie von Herzerkrankungen

„Das Herz einer Mutter ist wie ein schöner Diamant...“ so hat es uns ein alter Schlager gesungen. Diesen Anspruch kann auch ein treues Hundeherz erfüllen. Aber Achtung, so manches Glück ist vergänglich und ein liebend Herz schlägt nicht ewig. So hat auch Schäferhündin „Senta“ im passablen Alter von sieben Jahren erkennen müssen, dass Schnulzenwahrheiten eine begrenzte Lebensdauer haben. Schleichend, aber immer häufiger stellten sich bei „Senta“ Kurzatmigkeit, Leistungsschwäche, Husten und Hecheln, besonders beim Spazieren gehen ein. Und als der müde Hund eines Tages plötzlich zusammenklappte und partout nicht mehr aufstehen wollte, war für „Frauchen“ der Zeitpunkt gekommen tierärztlichen Rat und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Diagnose war schnell gestellt: „Herzinsuffizienz“. Das Herz ist nicht mehr in der Lage, genügend Blut in den Kreislauf zu pumpen. Dadurch wird der Organismus mangelhaft mit Blut und Sauerstoff versorgt. Der Körper reagiert mit einer Verengung der Blutgefäße. Der Blutdruck steigt und Flüssigkeit tritt aus den Gefäßen, vor allem in Lunge, Leber und Bauchhöhle. Ohne Behandlung kann bald und plötzlich der Tod eintreten.

Was sind nun die Ursachen einer Herzinsuffizienz? Die „chronische Klappenerkrankung“ ist die Hauptursache einer Herzinsuffizienz. Sie tritt vor allem bei kleineren Hunderassen auf. Die Herzklappe ist verdickt und schließt bei jedem Herzschlag nur noch unvollständig. Wenn dieser Zustand länger besteht kommt es zu einer Vergrößerung des Herzens.

Die „Dilatative Kardiomyopathie“ ist eine weitere Erkrankung, die zu einer Herzinsuffizienz führen kann. Dies kommt vorwiegend bei größeren Hunden vor. Dabei wird der Herzmuskel dünn und schwach und kann seine Pumpleistung nicht mehr bringen.

Die spezielle Herzuntersuchung kann neben dem Abhören gegebenenfalls auch Röntgen, EKG oder Ultraschall beinhalten. Obwohl es für das kranke Herz keine Heilung gibt, kann eine Behandlung helfen das Leben Ihres Hundes zu verlängern und ihn wieder belastungsfähiger und fröhlicher zu machen.

Dabei nimmt die Gruppe der ACE-Hemmer bei der Behandlung der Herzinsuffizienz eine wichtige Rolle ein. Sie entlasten das Herz und verbessern dadurch die Lebensqualität von Senta und Co. Im Einzelfall können weitere Medikamente wie Herzglykoside und Diuretika die therapeutische Palette ergänzen. Eine konsequente und regelmäßige Medikamenteneinnahme täglich und lebenslang ist unerlässlich.

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